Vitalstoffe und Vitalstofftherapie
Möchten Sie wissen, ob Ihr Körper ausreichend mit Vitaminen, Mineralstoffen und anderen wichtigen Vitalstoffen versorgt ist?
Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und andere Vitalstoffe sind an zahlreichen Vorgängen im Körper beteiligt und spielen eine wichtige Rolle für Stoffwechsel, Energiegewinnung, Nervenfunktion und weitere körperliche Funktionen.
Eine ausreichende Versorgung wird vor allem durch eine ausgewogene Ernährung unterstützt. Der individuelle Bedarf kann jedoch unterschiedlich sein und unter anderem von Alter, Ernährung, Lebensweise, besonderen Lebenssituationen und gesundheitlichen Belastungen beeinflusst werden.
Eine Vitalstofftherapie kann deshalb eine sinnvolle Ergänzung meiner naturheilkundlichen Behandlung sein, wenn sich aus der persönlichen Situation ein entsprechender Bedarf ergibt.

Meine Erfahrung mit Vitalstofftherapie
Seit 2019 beschäftige ich mich intensiv mit der Vitalstofftherapie. Seitdem ist dieser Bereich ein fester Bestandteil meiner naturheilkundlichen Arbeit und ergänzt insbesondere die Behandlung von Menschen mit länger bestehenden oder komplexen gesundheitlichen Beschwerden.
Durch regelmäßige Fortbildungen erweitere ich meine Kenntnisse zu Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Fettsäuren und weiteren Vitalstoffen kontinuierlich. Dabei ist mir wichtig, die individuelle Situation des Menschen zu berücksichtigen und nicht nach einem allgemeinen Schema vorzugehen.
Eine Vitalstofftherapie bedeutet für mich deshalb nicht, möglichst viele Präparate einzusetzen. Vielmehr geht es darum, den persönlichen Bedarf zu betrachten und die Auswahl und Dosierung der Vitalstoffe individuell abzustimmen.
Wann kann eine Vitalstofftherapie sinnvoll sein?
Eine Ergänzung mit Vitalstoffen kann bei unterschiedlichen gesundheitlichen Fragestellungen sinnvoll sein. Dazu können beispielsweise länger bestehende Erschöpfung, besondere Belastungssituationen, eine einseitige Ernährung oder ein erhöhter Bedarf in bestimmten Lebensphasen gehören.
Auch bei länger bestehenden gesundheitlichen Beschwerden und chronischen Erkrankungen kann die Versorgung mit bestimmten Vitalstoffen eine Rolle spielen, besonders bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten.
Dabei sollte immer die individuelle Situation betrachtet werden. Nicht jede Beschwerde ist auf einen Vitalstoffmangel zurückzuführen und nicht jede Person benötigt eine Nahrungsergänzung.
Welche Rolle spielt die Ernährung?
Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung bildet die wichtigste Grundlage für die Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Nährstoffen.

Deshalb gehört für mich auch ein Blick auf Ernährungsgewohnheiten zur persönlichen Betrachtung.
Dabei können beispielsweise besondere Ernährungsformen oder eine einseitige Ernährung berücksichtigt werden.
Eine Vitalstofftherapie soll eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen. Sie kann vielmehr gezielt dort ergänzen, wo sich aus der persönlichen Situation ein entsprechender Bedarf ergibt.
Wichtige Vitalstoffe und Ihre Bedeutung
Vitamin D
Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und trägt zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne bei. Darüber hinaus ist Vitamin D an der normalen Funktion des Immunsystems und der Muskulatur beteiligt.
Vitamin D kann der Körper unter dem Einfluss von Sonnenlicht selbst bilden. In den Wintermonaten oder bei geringer Sonnenexposition kann die körpereigene Bildung jedoch eingeschränkt sein. Auch Alter, Lebensweise und individuelle Faktoren können die Versorgung beeinflussen. Ein Vitamin D Mangel kann auch psychische Beschwerden verstärken und sollte daher auf jeden Fall vermieden werden.
Ob eine ausreichende Versorgung besteht und ob eine Ergänzung sinnvoll sein kann, lässt sich bei entsprechender Fragestellung über eine Laboruntersuchung genauer beurteilen.
B-Vitamine
Die verschiedenen B-Vitamine übernehmen unterschiedliche Aufgaben im Körper. Sie sind unter anderem an zahlreichen Stoffwechselprozessen, Energiegewinnung, Blutbildung sowie an der Funktion des Nervensystems beteiligt. Eine ausreichende Versorgung ist deshalb von großer Bedeutung.
Bei bestimmten Ernährungsformen (z.B. Vegan), Erkrankungen (z.B. des Magen-Darm-Trakts) oder in besonderen Lebenssituationen (z.B. Schwangerschaft) kann die zusätzliche Versorgung mit einzelnen B-Vitaminen daher eine besondere Rolle spielen.
Coenzym Q10
Coenzym Q10 ist eine körpereigene Substanz, die insbesondere in den Mitochondrien vorkommt und dort eine wichtige Rolle bei der Energiegewinnung der Zellen spielt. Besonders hohe Konzentrationen finden sich in Organen mit einem hohen Energiebedarf, wie Herz, Leber und Muskeln. Dies erklärt den Zusammenhang zwischen Coenzym Q10 Bedarf und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Mit zunehmendem Alter kann die körpereigene Menge an Coenzym Q10 abnehmen. Auch bestimmte Medikamente, insbesondere Statine, können die körpereigene Q10-Versorgung beeinflussen.
Coenzym Q10 wird deshalb in der naturheilkundlichen Praxis unter anderem im Zusammenhang mit Energieversorgung, Zellstoffwechsel und oxidativem Stress betrachtet. Ob eine Ergänzung im individuellen Fall sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Situation und der jeweiligen Fragestellung ab.
Vitamin C
Vitamin C trägt unter anderem zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei. Außerdem ist es an der normalen Kollagenbildung beteiligt und unterstützt damit unter anderem die normale Funktion von Haut, Knochen und Blutgefäßen.
Vitamin C kommt vor allem in Obst und Gemüse vor.
Eine abwechslungsreiche Ernährung kann wesentlich zu einer ausreichenden Versorgung beitragen.

Vitamin E
Vitamin E gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und trägt dazu bei, die Körperzellen vor so genannten „freien Radikalen“ zu schützen, die bei Stoffwechselvorgängen im Körper entstehen und maßgeblich an der Entstehung von Arteriosklerose, Diabetes mellitus und Krebs beteiligt sind.
Vitamin E kommt unter anderem in pflanzlichen Ölen, Nüssen und Samen vor.
Magnesium
Magnesium ist an zahlreichen Vorgängen im Körper beteiligt. Es trägt unter anderem zu einer normalen Funktion von Muskeln und Nervensystem bei und spielt eine Rolle im Energiestoffwechsel.
Magnesium kommt beispielsweise in Vollkornprodukten, Nüssen, Samen und Hülsenfrüchten vor. Bei bestimmten Ernährungsgewohnheiten oder individuellen Belastungen kann die Versorgung mit Magnesium genauer betrachtet werden.
Calcium
Calcium ist insbesondere für die Erhaltung normaler Knochen und Zähne von Bedeutung. Darüber hinaus trägt es zu einer normalen Muskelfunktion und zur normalen Signalübertragung zwischen den Nervenzellen bei.
Eine wichtige Calciumquelle ist die Ernährung. Milchprodukte, bestimmte Mineralwässer sowie calciumreiche pflanzliche Lebensmittel können zur Versorgung beitragen.
Eisen
Eisen erfüllt verschiedene wichtige Funktionen im Körper. Es trägt unter anderem zur normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin sowie zu einem normalen Sauerstofftransport bei. Außerdem spielt Eisen eine Rolle im Energiestoffwechsel und bei der Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung.
Für die Beurteilung der Eisenversorgung können je nach Fragestellung verschiedene Laborparameter relevant sein. Neben dem Eisenwert im Vollblut ist auch die Untersuchung von Ferritin und ggfls. CRP wichtig. Eine isolierte Betrachtung des Eisenwertes reicht in der Regel nicht aus.
Zink
Zink ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt und trägt unter anderem zu einer normalen Funktion des Immunsystems, zur Erhaltung normaler Haut und Haare sowie zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.
Zink ist unter anderem in Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Nüssen und Hülsenfrüchten enthalten. Die individuelle Versorgung kann von Ernährung und weiteren persönlichen Faktoren beeinflusst werden.
Selen
Selen trägt unter anderem zu einer normalen Funktion des Immunsystems und der Schilddrüse sowie zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.

Der Selengehalt von Lebensmitteln kann unterschiedlich sein und hängt beispielsweise von den Böden und den Anbaubedingungen ab.
Daher kann die Überprüfung im Rahmen der Diagnostik sehr sinnvoll sein. Für die Beurteilung der Selenversorgung ist vor allem der Laborparameter Selenoprotein P relevant.
Omega 3 Fettsäuren
Omega 3 Fettsäuren gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und haben für die Zellmembran eine große Bedeutung. Des weiteren können sie entzündungshemmend wirken und sind daher sehr wichtig für Herz-Kreislauf und die Gehirnfunktion. EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) sind die biologisch aktivsten Omega-3 Fettsäuren. Der Körper kann Sie jedoch nicht in ausreichender Menge selber herstellen, daher müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden.
Eine Aufnahme ist über fetten Fischen wie Thunfisch, Hering, Makrele und Lachs sowie Algen möglich. Eine ausreichende Versorgung kann daher insbesondere im Zusammenhang mit der individuellen Ernährung betrachtet werden.
Eine Überprüfung erfolgt als Fettsäuren-Status in dem z.B. auch die Omega-6 Fettsäuren betrachtet werden, da die Relation von Omega 3 zu Omega 6 eine entscheidende Rolle spielt.
Pflanzentherapie
Auch die Anwendung von Heilpflanzen kann eine sinnvolle Ergänzung meiner naturheilkundlichen Arbeit sein. Je nach persönlicher Situation können verschiedene Pflanzen eingesetzt werden. Dabei werden die Eigenschaften der jeweiligen Pflanze und die individuelle gesundheitliche Situation berücksichtigt.
Ein Beispiel ist die Mariendistel (Silybum marianum). Sie wird traditionell insbesondere im Zusammenhang mit der Unterstützung der Leberfunktion eingesetzt, häufig nach Überprüfung der Leberwerte. Als pflanzlicher Wirkstoff ist vor allem Silymarin, ein Wirkstoffkomplex aus den Früchten der Mariendistel, von Bedeutung.
Ob und in welcher Form eine Anwendung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation und den bestehenden Beschwerden ab. Auch bei pflanzlichen Präparaten sollten bestehende Erkrankungen und eingenommene Medikamente berücksichtigt werden, da pflanzliche Wirkstoffe ebenfalls Wechselwirkungen haben können.
Wie wird der individuelle Bedarf bestimmt?
Ob und welche Vitalstoffe individuell ergänzt werden sollten, lässt sich nicht allein anhand von Beschwerden oder allgemeinen Empfehlungen beurteilen. Je nach Fragestellung kann deshalb eine gezielte Laboruntersuchung sinnvoll sein.
In meiner Praxis können hierzu verschiedene diagnostische Untersuchungen eingesetzt werden. Die Möglichkeiten der Vitalstoffanalyse und weiteren Labordiagnostik erläutere ich ausführlicher auf meiner Seite „Diagnostik“.
Auf Grundlage der persönlichen Situation und – sofern vorhanden – der Laborergebnisse kann anschließend eine individuelle Empfehlung für die Vitalstofftherapie erstellt werden.

Wie wird die Vitalstofftherapie individuell zusammengestellt?
Die Auswahl der Vitalstoffe und ihre Dosierung richten sich nach der persönlichen Situation und dem individuellen Bedarf. Dabei können neben den Untersuchungsergebnissen auch Ernährung, Lebensweise, bestehende Beschwerden und bereits eingenommene Präparate berücksichtigt werden.
Mir ist wichtig, dass die Empfehlung nachvollziehbar ist und zu den persönlichen Bedürfnissen passt. Deshalb kann die Vitalstofftherapie im weiteren Verlauf überprüft und bei Bedarf angepasst werden.
Persönliches Gespräch
Sie möchten Ihre Vitalstoffversorgung genauer betrachten oder wissen, ob eine individuelle Vitalstofftherapie für Sie sinnvoll sein könnte? In einem persönlichen Gespräch können wir Ihre Beschwerden, Ihre Ernährung und Ihre bisherige Versorgung gemeinsam betrachten und das weitere Vorgehen besprechen.
Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für ein telefonisches Erstgespräch (ca. 15 Min.) in meiner Naturheilpraxis in Rheinbach – natürlich kostenfrei.
Häufige Fragen zur Vitalstofftherapie
Muss ich vor einer Vitalstofftherapie meine Vitalstoffwerte untersuchen lassen?
Das ist nicht grundsätzlich erforderlich. Ob eine Untersuchung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Fragestellung ab. Wenn eine gezielte Bestimmung bestimmter Vitalstoffe sinnvoll erscheint, kann dies im Rahmen der Diagnostik besprochen werden.
Kann ich bereits eingenommene Nahrungsergänzungsmittel mitbringen?
Ja. Bitte bringen Sie möglichst die Präparate oder eine Liste der eingenommenen Vitalstoffe mit. So können die enthaltenen Wirkstoffe und Dosierungen bei der persönlichen Empfehlung berücksichtigt werden.
Wie lange sollte ich Vitalstoffe einnehmen?
Die Dauer hängt vom jeweiligen Vitalstoff, der individuellen Situation und dem Ziel der Einnahme ab. Bei einer gezielten Vitalstofftherapie kann im weiteren Verlauf überprüft werden, ob eine Anpassung der Empfehlung sinnvoll ist.
Können Vitalstoffe auch bei Kindern eingesetzt werden?
Auch bei Kindern kann in bestimmten Situationen eine Ergänzung mit Vitalstoffen sinnvoll sein. Dabei müssen insbesondere Alter, Ernährung und individueller Bedarf berücksichtigt werden. Eine Dosierung sollte immer altersgerecht und individuell erfolgen.
Können Vitalstoffe zusammen mit Medikamenten eingenommen werden?
Das hängt vom jeweiligen Vitalstoff, der Dosierung und den eingenommenen Medikamenten ab. Deshalb sollten bestehende Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel bei der Beratung immer angegeben werden.
Sind Nahrungsergänzungsmittel grundsätzlich sinnvoll?
Nein. Eine Nahrungsergänzung ist nicht automatisch notwendig, nur weil ein Vitalstoff für den Körper wichtig ist. Entscheidend ist die individuelle Situation und – wenn sinnvoll – eine gezielte Untersuchung. Ziel ist eine bedarfsgerechte und nicht pauschale Ergänzung.
